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Keine Umsatzsteuer auf halbe Grunderwerbsteuer!

Nachdem der Bundesfinanzhof Ende 2005 klargestellt hat, dass Bemessungsgrundlage beim Verkauf von Grundstücken zu gewerblichen Zwecken lediglich das Entgelt – also der Kaufpreis – ist, hat nun das höchste deutsche Finanzgericht diese Rechtsprechung auch Ende 2006 nochmals fortgeführt.

Zunächst war das Bundesfinanzministerium zurückhaltend, soweit es um die Änderung der Umsatzsteuerrichtlinie ging. Vielmehr war davon auszugehen, dass die genannten Entscheidungen weiterhin Einzelfallentscheidungen sind, die nicht zu einer Änderung der Richtlinie führen werden.

Nunmehr hat das Bundesfinanzministerium mit Rundschreiben vom 25.09.2007 entschieden, dass die der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhof entgegenstehenden Umsatzsteuerrichtlinien ab sofort nicht mehr anwendbar sind. Dies bedeutet, dass Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer bei gewerblichen Grundstückskaufverträgen nur noch der effektiv zu zahlende Kaufpreis ist, also ohne die hälftige Grunderwerbsteuer.

Für die vertragliche Praxis bedeutet dies also, dass jedenfalls ab dem 30.09.2007 die hälfte der Grunderwerbsteuer nicht mehr als Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer auszuweisen ist. Damit erledigt sich eine bislang praktizierte Vertragsgestaltung, wonach zur Ermittlung des Kaufpreises auch der Umsatzsteueranteil heranzuziehen ist, der auf die hälftige Grunderwerbsteuer entfällt.

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